Stromspeicher und thermische Speicher
Energiespeicher machen es möglich, die Erzeugung und den Verbrauch von Strom oder Wärme zeitlich zu entkoppeln – ein starker Hebel, um Energiekosten zu senken – und damit auch die CO2-Emissionen. Etwa durch die Erhöhung des Eigenverbrauchs von selbst erzeugtem Strom oder der besseren Nutzung von Abwärme. Gerade Industrie- und Gewerbebetrieben kommt das zugute. Denn laut Umweltbundesamt entfallen 70 bis 80 Prozent ihres Energieverbrauchs auf die Wärmeversorgung.
So profitieren Betriebe von Energiespeichern
- Batteriespeicher bieten einem Unternehmen vielfachen Nutzen:
1) Sie erhöhen den Eigenverbrauch von im Betrieb selbst erzeugtem Solarstrom.
2) Sie reduzieren durch das Kappen von Lastspitzen die Stromkosten.
3) Sie bringen dem Betrieb mit dem Bereitstellen von Regelenergie Einnahmen.
4) Sie vermeiden bei dynamischen Tarifen teuren Strombezug.
5) Zudem schützen sie Anlagen und Maschinen vor Spannungsschwankungen.
- Den meisten Nutzen bringen Speicher, wenn sie in ein unternehmensweites Energiemanagementsystem eingebunden sind. Doch auch Unternehmen ohne ein solches EMS können Batterien gewinnbringend einsetzen.
- Thermische Speicher entkoppeln die Erzeugung und den Verbrauch von Wärme. Das macht es unter anderem möglich, Abwärme besser zu nutzen, Wärmepumpen effizienter zu betreiben oder den Eigenverbrauch von Solarstrom zu steigern.
Praxisbeispiele
... von kleinen und mittleren Unternehmen aus Schleswig-Holstein zeigen, wie Stromspeicher und thermische Speicher zur Flexibilität ihres Energiesystems beitragen.
Unter dem Namen „Fabrik 4.0“ stellt der Westhof die neue Bio-Frosterei mit einem modernen Hochtemperatur-Stahlspeicher vor. Dieser versorgt die neue Produktionsstätte zu jeder Zeit mit genügend Energie und bezieht immer dann Strom aus dem öffentlichen Netz, wenn ein Überangebot an Strom vorhanden ist. Netzspitzen werden somit ausgeglichen und die optimale Nutzung des regionalproduzierten grünen Stroms wird erreicht.
Nahezu autark deckt Sysmex Europe SE den eigenen Energiebedarf in der Reagenzienproduktion in Neumünster. Ein unterirdischer Eisspeicher sorgt mithilfe einer Wärmepumpe für Wärme im Winter und Kühle im Sommer und wird zugleich durch eine Photovoltaikanlage mit zusätzlicher Energie versorgt.
Förderprogramme für thermische Speicher
Der Bund unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen bei Investitionen in Wärmespeicher mit dem Programm „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft“ (EEW). Je nach Vorhaben können sie Mittel aus dem Modul 1 „Querschnittstechnologien“, Modul 2 „Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien“ oder Modul 4 „Basisförderung“ in Anspruch nehmen. Der Bund übernimmt bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Alternativ haben Unternehmen die Möglichkeit, bei der KfW einen zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss in Anspruch zu nehmen.
Bezüglich Stromspeicher: Die stark gesunkenen Kosten senken den Investitionsaufwand erheblich. Großspeicher werden heute schon für 200 bis 400 Euro pro Kilowattstunde Kapazität angeboten. Momentan nimmt das Land Schleswig-Holstein jedoch keine neuen Anträge für die Förderung von Investitionen in einen Stromspeicher bei mittleren Unternehmen entgegen. Sollte sich dies zeitnah ändern, informieren wir Sie an dieser Stelle.
Schauen Sie gern in unserem Förderwegweiser vorbei.
Fachunterlagen zum Download
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Online-Tools und Beratungsangebote
- Die EMAS-Plattform bietet einen schrittweisen Einstieg in das Umweltmanagementsystem EMAS: mit Teamarbeit via Aufgabenmanagement, digitalen Tools zur GAP-Analyse, Umweltbewertung und Datenerfassung sowie Export einer Umwelterklärung.
- Die Industrie- und Handelskammern in Schleswig- Holstein und die Handwerkskammer Flensburg bietet kostenfreie Erstberatungen, auch vor Ort im Unternehmen, zum Thema Energieeffizienz, Energieeinsparpotenzialen, Berichterstattung und nachhaltige Mobilität.
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